Wenn Sie als Hausmeister oder Sicherheitsdienstleister für die Verwaltung einer verteilten Belegschaft verantwortlich sind, gibt es mehrere Möglichkeiten, Ihre Mitarbeiter und Anlagen zu verfolgen. Und da die Technologie immer weiter voranschreitet, haben Sie mehr Optionen als je zuvor.

Bei einem Vergleich gibt es keinen eindeutigen “Gewinner” bei der Ortung in Gebäuden, der nur auf den technischen Daten basiert. Stattdessen sollte die Ortungslösung, für die Sie sich letztendlich entscheiden, auf Ihrer spezifischen Anwendung und Ihren Anforderungen basieren (d. h. Ortungsgenauigkeit, Budget/Infrastruktur, Sicherheit usw.). Aus diesem Grund haben wir einen Vergleich von sechs verschiedenen Ortungstechnologien für den Innenbereich zusammengestellt, die für die Verfolgung von verteilten Mitarbeitern geeignet sind.

GPS

Heutzutage verfügen selbst die billigsten Smartphones über ordentliche GPS-Chips und die meisten Orte auf der Erde haben GPS-Abdeckung. Dank einer neueren Satellitenübertragung und massenmarkttauglicher Chips, die eine Genauigkeit von bis zu einem Meter erreichen, wird das Smartphone-GPS sogar noch genauer. Diese Genauigkeit macht einen großen Unterschied in Städten und Orten mit hoher Bevölkerungsdichte, wo die Reflexion von und innerhalb von Gebäuden die GPS-Praktikabilität für Indoor-Tracking-Zwecke bisher eingeschränkt hat.

GPS ist bereits die Lösung, die wir am meisten für die Verfolgung im Freien, für Fahrzeugpatrouillen oder “Roaming”-Anwendungsfälle empfehlen, bei denen die einfache Anwesenheit die Hauptanforderung für die Verfolgung ist. Da sich die GPS-Genauigkeit verbessert und die Gerätebatterien leistungsfähiger werden, könnte GPS zunehmend zur preiswertesten, allgegenwärtigen Option für alle Arten der passiven Personenverfolgung werden.

QR-Codes

Im Gegensatz zu anderen Ortungslösungen verfügen QR-Codes nicht über die Fähigkeit zur passiven oder im Hintergrund stattfindenden Verfolgung. Sie ähneln eher der Nahfeldkommunikation (NFC), da sie einen Scan aus nächster Nähe erfordern und im Gegensatz zu NFC der Benutzer eine App oder einen Scanner öffnen muss, um diesen Scan durchzuführen.

Allerdings sind QR-Codes sehr kostengünstig zu implementieren – sie können automatisch hergestellt und zum Preis eines Aufklebers verkauft werden. Und, was noch wichtiger ist, QR-Scanner sind genauso allgegenwärtig wie mobile Geräte. In Fällen, in denen Hunderte von Tracking-Punkten erforderlich sind, wie z. B. bei der Gebäudesicherheit oder dem Hausmeisterdienst in großen Bürogebäuden, könnte der ROI von QR-Codes am sinnvollsten sein.

RFID

Ein Radiofrequenz-Identifizierungs- oder RFID-System besteht aus Tags, Lesegeräten, die über Funkwellen miteinander kommunizieren, sowie Steuerungs- und Anwendungssoftware für die Lesegeräte. Passive RFID-Systeme zeichnen sich durch Tags aus, die von den Lesegeräten mit Strom versorgt werden, d. h. sie benötigen keine Stromquelle. Aktive RFID-Systeme haben teurere, batteriebetriebene Tags, die ihr eigenes Signal mit einer Reichweite von bis zu 100 Metern aussenden.

RFID ist ein sehr beliebtes System im Vertrieb, in der Logistik und im Bestandsmanagement, da es die Möglichkeit bietet, viele Artikel auf einmal ohne direkte Sichtverbindung zu identifizieren. Normalerweise ist die Installation eines RFID-Systems mit viel Arbeit verbunden und variiert in Bezug auf Kosten und Funktion je nach den verschiedenen Arten von Tags und Lesegeräten stark. Aber aufgrund der Ausgereiftheit und der Vielfalt der Optionen, die mit RFID verfügbar sind, ist es möglich, fast jeden Anwendungsfall zu realisieren.

NFC

Die Popularität von NFC und seine Verwendung in Verbraucheranwendungen nimmt zu. NFC-Systeme sind eine Art von RFID, die bequem in die meisten Android- und Apple-Geräte integriert sind und sich hervorragend für Zahlungs- und Ticketing-Anwendungen eignen. Die Implementierung von NFC-Tags ist kostengünstig und sie funktionieren mit jedem kontaktlosen Terminal.

Als eine Form von passivem RFID ist es sehr energieeffizient – es erzeugt seinen eigenen Strom, wenn es in der Nähe eines NFC-fähigen Smart Devices ist – und sehr genau. Außerdem kann es sowohl für die Einweg- als auch für die Zweiweg-Kommunikation verwendet werden. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei NFC um ein Nahfeld-Kommunikationssystem, das heißt, es funktioniert nur innerhalb einer Reichweite von fünf Zentimetern zu einem Endgerät.

WiFi

WiFi-Hotspots sind quasi “feste” Ankerpunkte, die eine statische, bekannte Position bieten. Ein Gerät erkennt einen WiFi-Zugangspunkt und kann, sobald mehrere Punkte erkannt wurden, seine Position bestimmen. Wenn Standortangaben nur auf Raum- oder Zonenebene benötigt werden, kann WiFi eine großartige, kostengünstige Lösung gegenüber GPS sein.

Einer der größten Vorteile der WiFi-Technologie ist, dass sie in der Regel an vielen Orten bereits vorhanden ist und gut mit mobilen Geräten zusammenarbeitet. WiFi hat auch eine viel höhere Bandbreite für Fälle, in denen Internetzugang und Datenübertragung erforderlich sind.